BT-Konzern streicht 13'000 Arbeitsplätze

Der britische Konzern BT streicht mehr als jeden zehnten Job. Betroffen sind 13'000 Stellen vor allem im Verwaltungsbereich, wie der ehemalige Monopolist ankündigte. Es ist der grösste Stellenabbau von BT seit 2008. Gleichzeitig hiess es aber auch, dass 6000 neue Arbeitsplätze für Ingenieure und im Kundendienst geschaffen werden sollen. Mit ihnen soll die Umstellung auf Glasfaserleitungen und den neuen Mobilfunkstandard 5G gemeistert werden.
 
Ob und wie viele Stellen allenfalls in der Schweiz betroffen sind, ist nicht ganz klar. Bei BT wird auf Anfrage von inside-it.ch immerhin betont, dass die Schweiz strategisch bereits sehr schlank aufgestellt sei. Hierzulande fokussiere man das internationale Grosskundengeschäft genauso, wie dies konzernweit beabsichtigt sei.
 
Konzernchef Gavin Patterson begründete den Schritt damit, dass man sicherstellen müsse, "in Zukunft wettbewerbsfähig" zu sein und den "Kunden Produkte und Dienstleistungen zum richtigen Preis anbieten" zu können. Man sei verglichen mit den Konkurrenten "zu komplex und übergewichtig", sagte er. In drei Jahren will BT durch den Stellenabbau rund 1,5 Milliarden Pfund oder umgerechnet rund zwei Milliarden Franken einsparen.
 
Dabei klafft in dem Unternehmen allein im Pensionsfond ein zweistelliges Milliardenloch. Zudem hatte BT zuletzt Umsatzeinbussen hinnehmen müssen. Der Umsatz war im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18, das Ende März endete, um drei Prozent auf knapp sechs Milliarden Pfund zurückgegangen. Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwartet BT einen weiteren Umsatzrückgang und zwar um zwei Prozent. Der Aktienkurs brach um fast acht Prozent ein und fiel auf das Niveau von 2012 zurück. (sda/vri)