Six verkauft Payment-Sparte an Worldline

Six Group hat für ihr Kartengeschäft eine Lösung gefunden. Die Schweizer Finanzinfrastruktur-Betreiberin verkauft "Six Payment Services" an das französische Zahlungsverkehrs-Unternehmen Worldline.
 
Im Gegenzug erhält Six eine Beteiligung von 27 Prozent an Worldline, Mehrheitsaktion der Franzosen bleibt aber Atos mit 51 Prozent, so 'Reuters'. Six wird mit zwei Vertretern im Worldline-Verwaltungsrat Einsitz nehmen.
 
Die kombinierte Einheit werde der führende und grösste europäische Anbieter der Zahlungsbranche sein, teilte Six mit.
 
Der Gesamtpreis der Transaktion beträgt laut Mitteilung 2,3 Milliarden Euro. Er setzt sich aus 49,1 Millionen neu ausgegebenen Aktien von Worldline und einem Barbetrag von 338 Millionen Franken zusammen. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2018 abgeschlossen sein.
 
Im Rahmen der Transaktion hat Worldline mit Six einen Zusammenarbeitsvertrag über zehn Jahre abgeschlossen. Worldline wird von Six laut Mitteilung eine breite Palette von Prozess-Dienstleistungen beziehen. Die Franzosen beteiligen sich auch an der Bezahl-App Twint.
 
Worldline beziffert die gesamten Transaktionskosten auf 15 bis 20 Millionen Euro. Laut 'Reuters' hat Worldline die Konkurrenz, den US-amerikanischen Buy-out-Fonds Hellman & Friedman, überboten.
 
Der Name Six Payment Services werde bis auf weiteres verwendet, heisst es in der Mitteilung. Worldline übernimmt das gesamte aktuelle Management und die rund 1300 Mitarbeitenden von Six Payment Services. Auch die bestehenden Kundenbeziehungen bleiben unverändert.
 
Im November 2017 kündigte Six im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung an, das Kartengeschäft herauszulösen, um eine strategische Partnerschaft einzugehen. (mag/sda)