Kanton Zürich ernennt neuen CIO

Hansruedi Born ist Chef des neuen Amtes für Informatik des Kantons Zürich.
...und will eine digitale Verwaltung samt Blockchain und künstlicher Intelligenz werden.
 
Der Kanton Zürich erhält einen CIO. Hansruedi Born werde das neue Amt für Informatik des Kantons Zürich leiten, wie der Kanton heute mitteilt. Der 41-Jährige verfügt über einen MBA für Technologiemanager der Hochschule St. Gallen und ist derzeit Group CIO und Digital Leader bei SV Group in Dübendorf. Er werde seine Aufgaben im September 2018 antreten.
 
Born folgt auf August Danz, Stabschef der Finanzverwaltung, der das auf Anfang 2018 neu geschaffene Amt interimistisch geführt hat.
 
Digitales Angebot soll ausgebaut werden
Der Kanton hat heute zudem die Strategie "Digitale Verwaltung 2018 – 2023" publiziert und will damit "die Weichen für die digitale Zukunft stellen", wie es in einer Mitteilung heisst.
 
Verschiedene Kontakte mit der Verwaltung können heute schon elektronisch abgewickelt werden. Dieses Angebot soll ausgebaut werden. Die Digitalisierung soll für die Öffentlichkeit einen Nutzen schaffen, insbesondere mit Blick auf die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes, die organisatorische Beweglichkeit und die Effizienz der Verwaltung.
 
Zu den strategischen Zielen gehören unter anderem die Vereinfachung des digitalen Leistungsangebots sowie die Förderung der digitalen Information und Kommunikation. Insgesamt soll die Verwaltung die Chancen der Digitalisierung nutzen.
 
Mit überschaubaren Projekten Impulse setzen
Die Umsetzung der Strategie besteht im Wesentlichen aus dem sogenannten Impulsprogramm (PDF). Dieses beinhalte die wichtigsten, grösstenteils direktionsübergreifenden Projekte, die vorrangig angegangen werden sollen. Das Programm soll regelmässig überprüft werden, zeigt bei wem die Projektleitung liegt und gibt auch einen Zeithorizont an.
 
Gelistet im Programm sind aktuell 28 Vorhaben. Dazu gehören klassische Behördendienstleistungen wie E-Baugesuch, E-Einbürgerung oder auch das Steuererklärungsverfahren. Gleichzeitig aber findet sich auch ein Projekt, mit dem der Einsatz der Blockchain-Technologie überprüft wird. Eine Studie oder konkrete Pilotanwendungen sollen den Nutzen der Technologie im Verwaltungsumfeld zeigen. Auch eine Studie zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz ist demnach noch bis 2019 geplant.
 
"Schlüsselprojekte" bieten Grundlage
Einzelne Vorhaben des Programms werden mit erster Priorität behandelt, denn diese sogenannten Schlüsselprojekte dienen als Grundlage für weitere Projekte oder Dienstleistungen. Dazu gehört neben dem Internetauftritt auch das Front-Office-Konzept. Letzteres soll die Rahmenbedingungen und Basisinfrastrukturen der digitalen Transformation schaffen. Dies umfasst den sicheren Zugang zu Dienstleistungen, E-Konto, E-ID und E-Signatur.
 
Weiteres Schlüsselprojekt ist der digitale Arbeitsplatz der Mitarbeitenden. Hierzu gehören unter anderem Möglichkeiten zu Co-Working, Besprechungsplanung, Projektmanagement-Tool sowie mobiles Arbeiten. Insbesondere sollen die Spezifikationen für spätere Hard- und Softwarebeschaffungen ausgearbeitet werden. (Katharina Jochum)