Lenovo steigert Umsatz, schreibt aber rote Zahlen

Wegen Einmalbelastungen im Zusammenhang mit der US-Steuerreform und höheren Kosten für Bestandteile hat der chinesische Computerhersteller Lenovo den höchsten Verlust seit 2009 eingefahren. Der Fehlbetrag belief sich für das im März abgelaufene Geschäftsjahr auf 189 Millionen Dollar, wie der Konzern mitteilt.
 
Obwohl Lenovo letztes Jahr die Krone als PC-Weltmarktführer an HP aus den USA abgeben musste, übertraf das Umsatzwachstum die Erwartungen von Analysten. Trotz des schrumpfenden PC-Markts kann Lenovo ein Umsatzplus verbuchen. Der Umsatz für das gesamte Geschäftsjahr wuchs um fünf Prozent auf 45,4 Milliarden Dollar. Im vierten Geschäftsquartal stieg der Lenovo-Umsatz um elf Prozent im Jahresvergleich auf rund 10,6 Milliarden Dollar. Es handle sich um das erste zweistellige Umsatzwachstum seit gut zwei Jahren, schreibt das Unternehmen.
 
Mit einem Wachstum von 44 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar stieg der Quartalsumsatz in der Data Center Group besonders stark. Der Umsatz im Bereich Personal Computers and Smart Devices kletterte um 16 Prozent nach oben und belief sich auf 7,7 Milliarden Dollar. Der Quartalsumsatz der Mobile Business Group sank um sechs Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Die Chinesen hatten 2014 von Google die Mobilfunksparte Motorola gekauft. Lenovo bleibe optimistisch, dass die "aggressiven Sparmassnahmen" und das Wachstum in Nord- und Südamerika bald zu deutlich verbesserten Ergebnissen führen. (kjo/sda)