Berner Stadtregierung will 24 Millionen für neue Schulinformatik

Im Hinblick auf die Einführung des Lehrplans 21 will die Stadt Bern 12,1 Millionen Franken in die Beschaffung einer neuen Schulinformatik investieren. Weitere rund 12,4 Millionen Franken sind für Wartung, Support und Lizenzen für die nächsten fünf Jahre vorgesehen.
 
Beide Kredite schlägt der Berner Gemeinderat dem Stadtparlament vor. Das letzte Wort wird das Stimmvolk voraussichtlich am 25. November haben, wie die Stadtregierung mitteilte. Eingeführt werden soll die neue Schulinformatik zu Beginn des Schuljahrs 2019/20.
 
Die heutige Informatik mit rund 2000 PC und Notebooks an den Stadtberner Schulen ist zehn Jahre alt. Mittlerweile seien Geräte und Infrastruktur in die Jahre gekommen und müssten ersetzt werden, schreibt die Stadt. Die Datenverbindungen seien langsam, der Aufwand für die Wartung der Geräte steige stark an, und der mobile Einsatz sei nur sehr eingeschränkt möglich.
 
7700 Tablets und eine webbasierte Lernplattform
Neu sollen die Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler mit Tablets arbeiten. Künftig sollen an den Stadtberner Schulen rund 7700 Geräte – also fast viermal so viele wie bisher – zur Verfügung stehen. Offene, webbasierte Programme sollen es ermöglichen, mobil und mit unterschiedlichen Geräten auf die Daten zuzugreifen.
 
Zentrales Element der neuen Schulinformatik "base4kids2" ist eine webbasierte Lernplattform. Darauf könnten die Lehrpersonen den Kindern Lerninstrumente zur Verfügung stellen und Lernaufträge erteilen. Die Plattform soll ab 2019 eingeführt und soweit wie möglich mit Open-Source-Software umgesetzt werden.
 
Die übrigen Kosten des Gesamtprojekts Schulinformatik etwa für WLAN, Schulnetzwerk, Drucker und audiovisuelle Einrichtungen sind nicht Teil des Kreditantrages, sondern werden bei Bedarf durch separate Kredite beschafft.
 
Ein Papier mit den detaillierten Kostenberechnungen und den technischen Spezifikationen findet man auf der Website des Berner Gemeinderates (PDF). (ts/sda)