IT-Migrationsdebakel bei britischer Bank beglückt Diebe

"Es tut uns wirklich leid, das zu hören. Wir haben derzeit sehr hohe Anrufvolumina, aber unser Telefonteam ist verpflichtet, so schnell wie möglich auf alle Anrufe zu reagieren. Bitte akzeptieren Sie unsere Entschuldigung für die Verzögerung bei der Beantwortung Ihres Anrufs." Dies twittert ein Social-Media-Manager der britischen Bank TSB heute.
 
Der Tweet zeigt, dass die Bank ihre IT-Migration nicht wie geplant am 22. April abschliessen konnte, sondern diese bis heute nicht in den Griff gekriegt hat. Immer noch gibt es laut britischen Medien Probleme mit dem Internet-Banking, der Banken-App und Kontendaten. Und Kunden, welche ihre Bankbeziehung abbrachen, erhielten laut 'BBC' einen Brief, sie seien verstorben. Bei Neukunden, die gibt es nämlich auch, klappt das Onboarding nicht.
 
Seit diesen mehr als fünf Wochen sind auch Überweisungen für manche Firmen und Einzelpersonen nicht möglich. Nicht zuletzt schafften es Betrüger, einzelne Sparkonten zu leeren und die Phishing-Angriffe via E-Mail und SMS und der TSB-Site täuschend ähnliche Websites dauern bis heute an: Einem Kunden sollen laut 'The Sun' 17'000 Pfund gestohlen worden sein.
 
Ein anderes Opfer, dem 2500 Pfund abhanden kamen, protestiert aktuell mit einem Sit-In vor einer TSB-Filiale.
 
Die Bank mit ihren fünf Millionen Kunden bittet um Entschuldigung, gelobt Besserung und Entschädigung, kann aber kein Datum nennen, bis wann die IT reibungslos laufen soll. Grosse, seriöse Medien wie 'BBC' bilanzieren: "Ein Ende der TSB-Krise ist nicht in Sicht". (mag)