Zukunft der Notenstein-Informatiker noch ungewiss

Raiffeisen sucht Anschlusslösungen.
 
Der Verkauf der Bank Notenstein La Roche durch die Raiffeisen-Gruppe an die Bank Vontobel wird, wie bereits bekannt, einige personelle Konsequenzen haben. Der Chef der Bank Vontobel, Zeno Staub, erklärte in einem Gespräch mit dem 'Tagesanzeiger', dass es eine substantielle Reduktion beim Personal, vor allem im administrativen Bereich, geben werde.
 
Ausserdem kündigte er an, dass die Bank Notenstein auf die Informatik-Plattform der Bank Vontobel migriert werde. Beide Banken nützen Avaloq als Kernbankensystem.
 
In der IT betrifft der Verkauf allerdings hauptsächlich bei der Raiffeisen Gruppe angestellte Informatiker, denn als diese die Privatbank im Jahr 2015 kaufte, übernahm sie auch grosse Teile des IT-Betriebs für die neue Tochter. Rund 60 Notenstein-Informatiker wechselten zu Raiffeisen.
 
Wie uns Dominik Chiavi, Pressesprecher von Raiffeisen Schweiz, bestätigte, wird der erneute Handwechsel von Notenstein La Roche personelle Konsequenzen für das IT-Team haben. Das Departement IT & Services von Raiffeisen Schweiz habe bisher für Notenstein La Roche insbesondere in der IT einige zentralisierte Aufgaben übernommen. "Die potenziell betroffenen Mitarbeitenden sind bereits informiert und wir werden versuchen, für möglichst viele Betroffene eine Anschlusslösung zu finden", so Chiavi gegenüber inside-it.ch.
 
Raiffeisen Schweiz sei bezüglich Personalfragen in enger Abstimmung mit Notenstein La Roche und Vontobel, so Chiavi weiter. Als Anschlusslösung kämen Umplatzierungen innerhalb der Raiffeisen Gruppe, Outplacements, die Nutzung natürlicher Fluktuation oder vorzeitige Pensionierungen in Frage. Es sei aber noch zu früh, sich diesbezüglich detaillierter zu äussern. Konkrete Zahlen könne man nicht nennen. (Hans Jörg Maron)