Bundesrat will der Verwaltung keine digitale Signatur vorschreiben

Mit einer Motion wollte FDP-Nationalrat Marcel Dobler handschriftliche Signaturen in der Bundesverwaltung weitgehendst eliminieren. Verwaltungsintern solle die digitale Unterschrift zum Standard werden sowie die Möglichkeiten von Acta Nova genutzt werden.
 
Dobler konnte den Bundesrat nicht überzeugen. Die Verwaltung wolle die Möglichkeiten der prozessgesteuerten Dokumentation der Bestätigungen der Gever-Lösung Acta Nova tatsächlich nutzen. Insbesondere bestünde die technologische Basis dafür, "in vielen Fällen" handschriftliche Unterschriften durch digitale zu ersetzen.
 
Und mit "Genova", dem Riesenprojekt zur Einführung von Acta Nova als möglicherweise bundesweiter Gever-Lösung, würden statt wie heute 13'000 Mitarbeitende bis 2020 30'000 Mitarbeitende dies können. Validator.ch stehe auch heute schon als Dienstleistung zur Überprüfung bereit. Ergo, so der Bundesrat, sei Doblers Motion " bereits heute weitgehend erfüllt". Der digitale Signaturzwang aber gehe dem Bundesrat zu weit. Ausserdem müsste man dies "vertiefter" abklären. (mag)