Postfinance baut bis zu 500 Stellen ab - auch IT betroffen

Postfinance baut bis zu 500 Vollzeitstellen bis Ende 2020 ab, wie das Finanzinstitut heute mitteilt. Wie viele Stellen in welchen Bereichen gestrichen werden, ist derzeit noch unklar. Die betroffenen Mitarbeitenden werden morgen Mittwoch informiert.
 
Die Automatisierung und Digitalisierung, die Neuausrichtung der Privat- und Geschäftskundenberatung sowie das Outsourcing von Geschäftstätigkeiten führe dazu, dass Postfinance Ende 2020 mit weniger Personal auskommen werde als heute, schreibt das Finanzinstitut. Welche Geschäftstätigkeiten neu ausgelagert werden, ist derzeit ebenfalls noch unklar.
 
Postfinance-Sprecher Reto Kormann sagt auf Anfrage von inside-it.ch, dass der Stellenabbau auch Auswirkungen auf den Bereich Operations und Informatik haben werde. Dies liege unter anderem am vermehrten Einsatz von Robotics. Gemäss Mitteilung der Gewerkschaft Syndicom sind vom Abbau hauptsächlich Betreuer und Betreuerinnen von Geschäftskunden sowie Personen aus dem Operationscenter betroffen.
 
In der Mitteilung kritisiert Syndicom die Postfinance-Führung und den Stellenabbau. "Die falsche Zukunftsstrategie, die mangelnde Weiterentwicklung des Personals und das Versagen im Geschäftskundenbereich sind Grund für diesen Abbau", schreibt die Gewerkschaft. Sie werde sich dafür einsetzen, dass möglichst viele Stellen erhalten bleiben und dass betroffene Arbeitnehmer eine Entschädigung erhalten, die über dem vorgesehenen Sozialplan liege.
 
Laut Postfinance soll der Abbau mehrheitlich über die natürliche Fluktuation, auslaufende befristete Arbeitsverhältnisse und (Früh-)Pensionierungen erfolgen. "Wir werden aber nicht darum herumkommen, auch Kündigungen auszusprechen. Das ist schmerzhaft, für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und damit den erfolgreichen Fortbestand von Postfinance jedoch unumgänglich", lässt sich CEO Hansruedi Köng in der Mitteilung zitieren. (kjo)