ZTE zahlt in den USA eine Milliarde Dollar Strafe

Ende Mai wurde bereits gemutmasst, dass die US-Regierung die Sanktionen gegen den chinesischen Telekommunikations- und Netzwerk-Ausrüster ZTE lockert oder gar aufhebt. Nun ist eine Einigung erzielt worden, das ZTE-Lieferverbot für US-Hersteller wird aufgehoben, wie das 'Wall Street Journal' berichtet.
 
ZTE muss laut Vereinbarung eine Strafe in Höhe von einer Milliarde Dollar bezahlen sowie eine Sicherheit von 400 Millionen hinterlegen. Zudem muss der chinesische Konzern sowohl den Verwaltungsrat als auch das Management innerhalb von 30 Tagen neu besetzen. Mit Verweis auf Insider berichtet das 'WSJ' ausserdem, dass ZTE für zehn Jahre ein vom US-Handelsministerium ausgewähltes Team interne Abläufe überwachen lassen muss.
 
ZTE musste seinen Betrieb grossteils einstellen, nachdem das US-Handelsministerium im April US-Zulieferern wie Qualcomm oder Intel für sieben Jahre verboten hatte, das Unternehmen zu beliefern. Hintergrund der US-Strafmassnahmen war ein vom chinesischen Konzern eingeräumter Verstoss gegen Iran- und Nordkorea-Sanktionen. (ts)