USA zeigt den 200-Petaflop-Supercomputer

(Source: ORNL)
Die neuste Liste der leistungsfähigsten Supercomputer weltweit erscheint in wenigen Wochen. Statt von China wird die Liste wohl erstmals seit einigen Jahren wieder von den USA angeführt werden. Denn das Oak Ridge National Laboratory (ORNL) des amerikanische Energieministeriums hat mit "Summit" einen neuen Supercomputer vorgestellt. Es handle sich um "leistungsstärksten und intelligentesten Supercomputer der Welt", schreibt das ORNL.
 
Mit einer Spitzenleistung von bis zu 200 Petaflops pro Sekunde sei Summit acht Mal leistungsfähiger als Amerikas derzeit bestplatziertes System Titan, das ebenfalls bei ORNL untergebracht ist, und mehr als doppelt so schnell als der derzeitige Spitzenreiter Sunway TaihuLight in China.
 
Summit, von IBM gebaut, belegt mit seien 4608 Servern eine Fläche, die zwei Tennisplätzen entspricht, benötigt über 15'000 Liter Wasser pro Minute um die 37'000 Prozessoren zu kühlen. Konkret handelt es sich dabei um 9216 22-Core-Power9-Prozessoren von IBM sowie 27'648 Grafik-Prozessoren Tesla V100 von Nvidia. Insgesamt wiegt Summit 340 Tonnen und in ihm stecken knapp 300 Kilometer verbaute Glasfaserleitungen, so die Zahlen von IBM.
 
Summit soll für Berechnungen in den Bereichen Energie, Klimaforschung, künstliche Intelligenz und der Materialforschung verwendet werden. Das System werde wissenschaftliche Entdeckungen ermöglichen, die bisher undenkbar oder unmöglich gewesen seien, so die Mitteilung des Forschungslabors.
 
"ORNL-Wissenschaftler gehörten zu den Forschungsteams, die 1988 die ersten Gigaflops-Berechnungen, 1998 die ersten Teraflops-Berechnungen, 2008 die ersten Petaflops-Berechnungen durchführten," so die Mitteilung weiter. Und mit Summit nun sollen Exaflop-Berechnungen (1000 Petaflops oder 10 hoch 18) möglich sein. Es herrscht ein internationales Wettrennen, wer zuerst diesen Meilenstein der "Exascale"-Computer erreichen wird, wobei die USA und China als Spitzenreiter gelten. China kündigte an, 2020 so weit zu sein und die USA sollte es 2021 schaffen, sofern der Bau des Summit-Nachfolgers "Aurora" nach Plan verläuft. (kjo)