Schweizer Industrie will Standards für Blockchain setzen

Ein neuer Verein will mit grossen Namen den Einsatz der Blockchain-Technologie erleichtern.
 
Die Blockchain-Technologie soll in der Schweiz standardisiert werden und mehr Rechtssicherheit erhalten. Zu diesem Zweck haben sich verschiedene Akteure aus dem Finanz-, Technologie-, und Rechtsbereich sowie aus der Wissenschaft zusammengeschlossen und den Verein Capital Markets and Technology Association (CMTA) gegründet. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, die Verwendung der Blockchain-Technologie zu erleichtern.
 
Die Blockchain-Technologie habe das Potenzial, die Komplexität des Kapitalmarktsystems zu verringern und den Zugang für Startups zu erleichtern, wird in der Mitteilung der Vereins-Präsident und Partner der Anwaltskanzlei Lenz & Staehelin, Jacques Iffland, zitiert. "Der derzeitige Mangel an Rechtssicherheit verlangsamt die Entwicklung in diesem Bereich – und könnte sie gefährden", glaubt er.
 
Die CMTA wurde gegründet von Lenz & Staehelin, der Online-Bank Swissquote und dem Bankensoftware-Entwickler Temenos. Im Vorstand des Vereins sitzt mit James Larus auch ein Dekan der technischen Hochschule in Lausanne, der EPFL.
 
Swissquote-CEO Marc Bürki sieht in der Gründung von CMTA die Möglichkeit, die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Wertpapiere vertreiben und Kapital aufnehmen, zu vereinfachen. Und der operative Chef von Temenos, David Arnott, spricht von einer möglichen Demokratisierung der Finanzdienstleistungen bei gleichzeitig sinkenden Kosten.
 
Die CMTA wurde als Verein gegründet, der in der Lage ist, unabhängig Standards zu setzen. Projekte sollen von einem Beirat bestehend aus technischen Experten begleitet werden. Die Konzepte der CMTA seien im Rahmen des Centers for Digital Trust an der EPFL diskutiert und weiterentwickelt worden, so die Mitteilung. (kjo/sda)