5G wird sich schneller verbreiten als erwartet

In fünf Jahren werden 20 Prozent des mobilen Datenverkehrs in 5G-Netzen stattfinden, so ein Report von Ericsson.
 
Die Verbreitung von 5G und IoT schreitet schneller voran, als bisher erwartet wurde. Dies geht aus dem aktuellen Ericsson Mobility Report hervor. Neu wird mit 3,5 Milliarden IoT-Mobilfunkverbindungen weltweit im Jahr 2023 gerechnet, was einer jährlichen Wachstumsrate von 30 Prozent entspricht. Damit hat sich die Prognose seit November 2017 fast verdoppelt.
 
20 Prozent des Datenverkehrs werden laut der Prognose im Jahr 2023 in 5G-Netzen stattfinden, schreibt Ericsson. Die kommerzielle Einführung von 5G-Netzen wird noch im laufenden Jahr erwartet und Ericsson geht davon aus, dass bis 2023 Nordamerika mit einem 5G-Anteil von fast 50 Prozent führend sein wird. Danach folgen Nordost-Asien mit 34 Prozent und Westeuropa mit einem 5G-Anteil von 21 Prozent. Frühere Prognosen gingen für Westeuropa in 2023 von einem Anteil von 16 Prozent aus.
 
Auch Schweizer Telcos planen baldige 5G-Einführung
Alle grossen Mobilfunknetzbetreiber haben für den Zeitraum zwischen Ende 2018 und Mitte 2019 kommerzielle Starts von 5G-Netzen angekündigt. Die Schweiz ist ebenfalls vorne mit dabei, wie Ericsson weiter schreibt. Swisscom will gemeinsam mit dem schwedischen Netzwerkausrüster 5G schon Ende 2018 punktuell einführen. Sunrise und Salt kündigten zuletzt auf das Jahr 2020 die Lancierung eines 5G-Netzes an.
 
In einem ersten Schritt werde vor allem die Industrie von der 5G-Verbreitung profitieren, glaubt Martin Bürki, Country Manager Ericsson Schweiz. "Wir sehen das grösste Potenzial in Anwendungen für produzierende Unternehmen, in der Logistik sowie für Organisationen der öffentlichen Sicherheit und in der Mobilität." Sobald entsprechende Mobilgeräte zur Verfügung stehen, werden später auch Privatanwender von der Infrastruktur profitieren.
 
Mobiler Traffic steigt markant
2017 betrug laut dem Mobility Report der monatliche Internet-Traffic pro Smartphone durchschnittlich 3,4 GB. Im Jahr 2023 werde er sich auf 17 GB belaufen. 73 Prozent des mobilen Daten-Verkehrs werde dann durch Videos verursacht; aktuell ist es etwas mehr als die Hälfte.
 
Der gesamte mobile Datenverkehr werde weltweit von monatlich 15 Exabytes im Jahr 2017 auf 107 Exabytes im Jahr 2023 anwachsen, verursacht von 8,9 Milliarden Mobilfunk-Abonnenten, so die weiteren Ergebnisse des Reports. (kjo)