(Walliser) CVP will Dörfer digitalisieren

Der Walliser CVP-Nationalrat Thomas Egger will die Digitalisierung auch in der ländlichen Schweiz fördern. Er hat diese Woche eine Interpellation unter dem Titel "Von Smart Cities zu Smart Villages" eingereicht. Er und weitere 17 Nationalräte wollen vom Bundesrat wissen, ob er dazu bereit ist, Digitaliserungsprojekte im ländlichen Raum gezielt zu fördern und Modellvorhaben zu unterstützen. Die meisten Mitunterzeichnenden kommen ebenfalls von der CVP, je einer von BDP, SP und GLP, fast alle aus ländlichen Kantonen.
 
Digitalisierung sei eine "grosse Chance" für ländliche Gemeinden. Man könne neue Unterrichtsformen etablieren, neue Absatzkanäle für den Tourismus erschliessen oder die Stromversorgung mit Smart Grids effizienter gestalten, heisst es in der Interpellation.
 
Die Schweiz solle in Sachen "Smart Village" eine "Vorreiterrolle" übernehmen, verlangt der Visper Nationalrat. Das liege im Interesse der "nationalen Kohäsion".
 
Beim Lesen der Interpellation fiel dem Schreibenden eine Episode in den beliebten EVA Comic-Strips im 'Tages-Anzeiger' ein. Dort programmierte der smarte Enkel Evas einem Bauern eine automatische Subventions-Bezugssoftware für den Fall, dass ein Schaf vom Wolf gerissen wurde (oder von einer schlecht gesicherten Weide in einen Abgrund stürzte). (hc)