G Suite neu mit Entwicklertool für Nicht-Entwickler

Google versucht, Businesskunden seiner G Suite näher an sich zu binden und spendiert ihnen als neues Feature ein Tool zur Entwicklung von eigenen Apps. "App Maker", so der Name, befand sich bisher im Betastadium, und ist nun allgemein erhältlich.
 
App Maker ist eine sogenannte Low-Code Entwicklungsumgebung. Sie soll es auch Leuten ohne sehr grosse Programmierungskünste erlauben, ihre eigenen Apps zu bauen. App Maker umfasst viele Vorlagen. Benutzeroberflächen lassen sich laut Google per Drag and Drop zusammenstellen. Als Datenbank kann Cloud SQL in Google Compute verwendet werden, über JDBC oder REST APIs können Unternehmen aber auch eigene Datenbanken einbinden.
 
Damit kein App-Wildwuchs entsteht, können G-Suite-Administratoren kontrollieren, wer welche Apps anwendet. Sie können auch verhindern, dass eine App ohne ihre Zustimmung in Betrieb genommen wird.
 
Bei der Entwicklung von App Maker habe man nicht an Entwickler, sondern an Teams aus dem Business-Bereich von Unternehmen gedacht, sagt Google-Mann Geva Rechav in einem Blogpost. Diese könnten mit App Maker einfach "kleine" Applikationen erstellen, die Probleme lösen und Prozesse automatisieren, welche von den grossen ERP- oder CRM-Systemen nicht abgedeckt werden. Der grosse Game-Verlag Electronic Arts habe damit als Pionierkunde beispielsweise eine App zur Umverteilung von Personal für Projekte gebaut.
 
App Maker ist erhältlich für alle Anwender von G Suite Business und Enterprise sowie Anwender der G Suite for Education. (hjm)