Wo die Migration von Raiffeisen auf die Avaloq-Lösung steht

Wie sieht der aktuellste Migrationsplan aus? Und was sagt Raiffeisen zur Avaloq-Performance? Inside-it.ch hat nachgefragt.
 
An der Avaloq-Community-Conference waren Arizon und das Projekt "Rainbow" – der Kernbanken-Systemwechsel bei Raiffeisen – bestenfalls eine Fussnote. Dies obwohl das Projekt für Avaloq bedeutend ist. Und obwohl die Website bis heute festhält, dass Arizon eigentlich den Auftrag hat, "auf Anfang 2018 alle Raiffeisenbanken auf die neue Plattform zu migrieren". Bis Pfingsten aber waren erst 22 Raiffeisen-Banken migriert.
 
An der Avaloq-Konferenz war zu hören, dass es einen aktualisierten Fahrplan für das Projekt Rainbow gebe: Ab August sollen sechs Migrationswellen geplant sein, und bis Ende 2018 sollen alle 255 Banken auf die Avaloq-Raiffeisen-Lösung migriert sein.
 
Ist dies korrekt, fragte inside-it.ch Cécile Bachmann, Mediensprecherin: "Ja, es gibt einen neuen Plan", bestätigt sie.
 
Können Sie etwas zum Konzept sagen: Gibt es spezielle Regionen/Sprachen/Bankgrössen… für die Wellen?
 
Cécile Bachmann: Geplant ist, Mitte August einen zweite Piloten zu starten. Wenn dieser positiv verläuft, sollen anschliessend die Banken in sechs Wellen mit einem Vorlauf von je sechs bis acht Wochen migriert werden. Wir haben hierzu unterschiedliche Einführungstermine definiert.
 
Wie ist der aktuelle Status des Hypotheken-Moduls, welches als "buggy" gilt?
 
Cécile Bachmann: Das Modul Finanzieren hat sich bezüglich Stabilität verbessert. Wir sind weiterhin daran, die Prozessabläufe zu optimieren.
 
Wie würden Sie die Zusammenarbeit von Raiffeisen mit Arizon/Avaloq aktuell bezeichnen: Hat Avaloq die Komplexität nun im Griff, welche man, so CEO Jürg Hunziker auf der Bühne der Community-Conference, unterschätzt hatte?
 
Cécile Bachmann: Wir haben alle das gleiche Ziel: einen erfolgreichen Rollout sicherzustellen. Die Zusammenarbeit mit Avaloq und Arizon ist dementsprechend lösungsorientiert. (Marcel Gamma)