Kantone gründen "eOperations AG"

Das Team von eOperations Schweiz zur Gründung mit Geschäftsführer Daniel Arber (2.v.r.).
eOperations will E-Gov-Dienstleister für Bund, Kantone und Gemeinden werden. Vorzeigebeispiel ist das Projekt E-Umzug.
 
Die Schweizerische Informatikkonferenz (SIK) gibt die heutige Gründung von "eOperations" bekannt. Die neue Gesellschaft, so eine Mitteilung, erlaube die einfachere Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden im E-Government-Bereich. Der Aufbau des neuen Unternehmens sei Teil des Schwerpunktplans E-Government Schweiz von Bund, Kantonen und Gemeinden.
 
Das heute gegründete Unternehmen eOperations Schweiz AG hat seinen Sitz in Bern. SIK ist derzeit Alleinaktionär der Gesellschaft. Bund, Kantone und grössere Städte seien eingeladen, sich als Aktionäre am Unternehmen zu beteiligen, wie SIK schreibt. Private könnten keine Aktien erwerben. Ähnlich verhält es sich mit den Kunden: diese sind Gemeinden, Kantone und der Bund, jedoch keine privaten Unternehmen.
 
Laut Businessplan sind für das laufende Jahr etwa 350 Stellenprozente vorgesehen für Geschäftsleiter, Projektleiter und Projektassistenz. Bis 2023 sollen es 630 Stellenprozente sein, mit denen zwischen drei und fünf Projekte umgesetzt werden sollen. Geschäftsführer ist Daniel Arber von der SIK.
 
eOperations ist Dienstleister, Projektleiter, Controller und Beschaffer
Das neue E-Government-Unternehmen will einerseits den Erfahrungsaustausch fördern und Finanzierungsmodelle entwickeln. Andererseits biete es seinen Kunden Dienstleistungen in den Bereichen Beratung, Bedarfs- und Betriebsmanagement, Projektleitung sowie Providermanagement und Leistungs-Controlling.
 
Die wiederum von eOperations benötigten Entwicklungs- und Betriebsleistungen beschaffe das Unternehmen nach Vorgaben des öffentlichen Beschaffungsrechts auf dem Markt. Die Geschäftstätigkeit sei nachhaltig kostendeckend, aber nicht gewinnorientiert.
 
Beispiel E-Umzug
Der Zweck der neuen Organisation ist der gemeinsame Aufbau und Betrieb von IT-Lösungen im E-Government-Bereich. Bereits vorhandene Erfahrung lasse sich somit andernorts Nutzen, Kosten können eingespart werden und E-Gov-Lösungen schneller ausgearbeitet und eingeführt werden.
 
Ein typisches Beispiel einer solchen Kooperation ist E-Umzug. Die Lösung wurde vom Kanton Zürich zusammen mit Partnern entwickelt, Anfang 2018 and eOperations Schweiz übergeben und bis Ende 2019 soll sie in der gesamten Schweiz zur Verfügung stehen. Als weiteres Projekt listet eOperations einen Signatur-Validator für amtliche Dokumente oder die Beschaffung virtualisierter Serverleistungen auf. (kjo)