Bund soll weniger externe Berater engagieren

Der Nationalrat will die Verwaltung zwingen, die Ausgaben für externe Beratungsmandate während fünf Jahren um jährlich acht Prozent zu senken. Die Staatspolitische Kommission des Ständerats ist einverstanden mit einer Reduktion. Diese soll aber weniger drastisch ausfallen, als dies der Nationalrat will.
 
Die Staatspolitische Kommission hat einer Motion von Hans-Ulrich Bigler (FDP/ZH) mit acht zu zwei Stimmen zugestimmt, wie die Parlamentsdienste mitteilten. Die vom Nationalrat beschlossene Kürzung hält die Kommission für unrealistisch. Die Ausgaben für Mandate soll daher während drei Jahren um lediglich vier Prozent reduziert werden.
 
Laut Bigler steigen die Kosten für Beratungsmandate ständig an. Der Bundesrat bestreitet dies. Nach seinen Angaben liegen die Ausgaben seit Jahren konstant bei rund 470 Millionen Franken. Die Hälfte davon entfiel auf Informatikberatung und -dienstleistungen. Der Bundesrat warnt in seiner Stellungnahme davor, die Finanzmittel in diesem Bereich zu reduzieren.
 
Die Kommission erachte es für sinnvoll, das Wissen innerhalb der Bundesverwaltung zu sichern und nicht langfristig extern einzukaufen. Als Richtwert wird empfohlen, dass die externen Beratungsmandate in der Regel nicht mehr als drei Prozent der Personalausgaben betragen. (kjo/sda)