Finnovas Steuer­mann geht von Bord

Charlie Matter tritt per 1. September als CEO und wenig später auch als Delegierter des Verwaltungsrats von Finnova zurück. Nachfolger wird Chief Customer Officer Hendrik Lang.

Charlie Matter tritt in seinem 20. Jahr bei Finnova ab. Mit Matter gibt einer der prägenden Personen der Schweizer Software-Industrie die Leitung "seiner" Firma ab. Nachfolger Charlie Matters als CEO von Finnova wird Hendrik Lang, teilt der Lenzburger Software-Hersteller heute mit. Lang stiess 2015 von Oracle zu Finnova. Matter bleibt Finnova noch bis Ende Jahr als Berater und bis zur nächsten Generalversammlung als VR erhalten. Danach wird er eigene Projekte verfolgen.

Matter stieg 1999 bei der Finis AG für Bankensoftware ein. Finis war damals eine Kooperation von nur drei Kantonal-, drei Privat- und einer Regionalbank. Die damals kleine Firma mit rund 55 Mitarbeitenden schaffte zwei grosse Hürden, an der viele andere gescheitert sind. Finnova, wie die Firma später hiess, entwickelte eine neue, moderne Kernbankenlösung und fand später mit der deutschen MSG Gruppe einen Finanzinvestor. Finnova gehörte damit nicht mehr zur Mehrheit den eigenen Kunden.

Matters Nachfolger, Hendrik Lang, hat zwar einen Hintergrund bei US-amerikanischen Technologiekonzernen, kennt aber den Schweizer Bankenmarkt und insbesondere die Kantonalbanken sehr gut. Er ist seit Ende 2015 bei Finnova als Chief Customer Officer tätig. Davor arbeitete er bei Oracle und war bis 2011 viele Jahre bei IBM tätig.
 
Auch die Nachfolge Langs als Chief Customer Officer wird intern geregelt: Raphael Widmer ist seit 2010 bei Finnova, zuletzt als Leiter Presales und Business Development. (hc)

Matter geht: Das Exklusiv-Interview. Was ändert sich mit dem Wechsel von Matter zu Lang? Und was waren die grössten Siege und schlimmsten Niederlagen in den 20 Jahren, in denen Matter an der Spitze von Finnova stand? Wir fragten, Charlie Matter und Hendrik Lang gaben im Exklusiv-Interview mit inside-it.ch Antwort.