"Meilenstein": Zug führt Geres ein

Der Kanton Zug hat für den Personendatenaustausch zwischen Bund, Kanton und Gemeinden die Lösung Geres eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Standardlösung von Bedag Informatik, die bereits in vielen Kantonen im Einsatz ist. Somit könne der Kanton Zug von Synergien bei der Entwicklung neuer Anforderungen profitieren und Kosten sparen, sagt Stephan Arnold, Leiter Amt für Informatik und Organisation (AIO) in einer Mitteilung. Unter anderem gehören die Kantone Thurgau, Wallis, Solothurn und Glarus zu den Geres-Anwendern.
 
Zug sei ausserdem der erste Kanton der die Einführung von Geres mit dem neuen Schnittstellenstandard für den Austausch der Daten zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden eingeführt hat. Dabei handelt es sich um die Version 3.0 des eCH-Standards eCH-0020. Der Verein eCH entwickelt und verabschiedet E-Government-Standards für die Schweiz.
 
Die Einführung erfolgte im Rahmen des Projekts "Paris" (Projekt Ablösung Register Informationssystem), das Bestandteil des Programms "Neuausrichtung IT Zug" ist. Der Zuschlag an Bedag ist vor einem guten Jahr erteilt worden. Das Volumen belief sich auf 2,4 Millionen Franken.
 
Die Anbindung an die Anwendung der Einwohnerkontrollen der Zuger Gemeinden sei termingerecht und innerhalb des Projektbudgets vorgenommen worden. "Damit hat das Projekt den ersten wichtigen Meilenstein zur Ablösung der heutigen Anwendung ZPK (Zentrale Personenkoordination) erreicht", erklärt Arnold weiter. Nun werden die Anwendungen der kantonalen Behörden angebunden und der Datenaustausch mit dem Bund in Betrieb genommen.
 
Geres ermöglicht die automatische Bereitstellung von aktuellen Personen- und Unternehmensdaten für Kantons- und Bundesbehörden. Die Daten stammen aus den entsprechenden Gemeinderegistern. In diesem Fall vom Nest-System, das die Gemeinden zur Einwohnerkontrolle eingeführt haben. Zu den Daten gehören etwa Daten des Personen-, des Gebäude- und Wohnungsregisters sowie des Stimm- und Wahlregisters. (kjo)
 
Update (29.6.2018): Eine erste Version des Artikels verwies auf ein Projekt aus dem Jahr 2013. Die Einführung von Geres hatte jedoch nichts mit der Einführung einer Einwohnerkontrolllösung zu tun. Der entsprechende Abschnitt wurde gelöscht.