Migros baut (auch IT-)Stellen ab

Der Migros-Genossenschafts-Bund vereinfacht seine Organisation.
Beim zentralen Dienstleister von Migros, MGB, werden Stellen gestrichen. Betroffen sind Jobs in den Bereichen IT, HR, Kommunikation, Marketing und Finanzen.
 
290 Stellen will Migros in den nächsten Jahren abbauen. Dies soll über die natürliche Fluktuation, Frühpensionierungen und auch über Kündigungen geschehen. Bereits letzte Woche berichtete die 'Handelszeitung' darüber, nun äussert sich der Konzern zu den Reorganisationsplänen. Migros wolle sich für die Zukunft rüsten, die Ressourcen gezielter einsetzen und eine schlankere Organisation schaffen.
 
Betroffen vom Abbau ist der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) mit Sitz in Zürich. Dabei handelt es sich um den zentralen Dienstleister der Migros-Gruppe. Man habe 30 Massnahmen identifiziert, um die Zusammenarbeit innerhalb des MGB zu vereinfachen.
 
Die Massnahmen betreffen die Bereiche IT, HR, Kommunikation, Marketing oder Finanzen, schreibt Migros auf Anfrage von inside-it.ch. Sie sollen in den nächsten Monaten den Mitarbeitenden erläutert und umgesetzt werden.
 
"Auch die IT stellt sich leistungsfähiger auf und wird sich in den kommenden Monaten und Jahren für die Aufgaben der Zukunft rüsten", schreibt Migros. Wie viele Stellen im IT-Bereich abgebaut werden, ist noch unbekannt. Derzeit zählt Migros-IT-Services 630 Mitarbeitende. Für den MGB arbeiten insgesamt 2700 Mitarbeitende.
 
Die 'Handelszeitung' schreibt heute, dass der Konzern in letzter Zeit IT-Projekte abgebrochen hat. Verschiedene IT-Projekte seien sistiert oder redimensioniert worden, bestätigt Migros gegenüber inside-it.ch. Damit sinken die IT-Kosten um 4,7 Millionen Franken.
 
Durch die Massnahmen will der MGB nach drei Jahren mit rückläufigen Gewinnen nicht Kosten sparen, sondern Mittel für Investitionen in Zukunftsfelder freisetzen, so die Mitteilung. In gewissen Bereichen, die noch evaluiert werden, sollen neue Stellen geschaffen werden. (kjo)