Appenzell führt obligatorische E-Identität für Schüler ein

An der Generalversammlung der Ausserrhoder Informatik (ARI) gab das in Kanton- und Gemeindbesitz befindliche Unternehmen ein strategisches Projekt bekannt: Jedes Kind soll beim Eintritt in den Kindergarten eine elektronische Identität erhalten, die es während der gesamten Schullaufbahn behält, berichtet die 'Appenzeller Zeitung'.
 
Auf Anfrage von inside-it.ch erklärt ARI-CEO Johannes Dörler, dass es den Schulen freigestellt sei, ab welcher Stufe sie die Identität einsetzen wollten. Wer aber auf die Services und Geräte der Schulen zugreifen wolle, werde eine solche Identität benötigen. Damit dürfte spätestens mit dem nach Lehrplan 21 obligatorischen Informatik-Unterricht auch eine elektronische Identität zwingend erforderlich sein.
 
Zum Einsatz kommen die Microsoft Active Directory Federation Services, welche die webgestützte Authentifizierung der User sicherstellen sollen. So will der Kanton garantieren, dass die Schüler unabhängig vom benutzten Gerät oder dem aktuellen Wohnort Zugriff auf die schulischen Services haben.
 
Im Juli wird die Lösung in Herisau bereits implementiert und soll dann bis 2020 in allen Schulen ausgerollt werden, so Dörler. Man konzentriere sich auf den schulischen Einsatz, grundsätzlich sei aber auch denkbar, dass man die elektronische Identität künftig für weiter Angebote nutzen kann. (ts)