Kalifornien verab­schiedet Gesetz nach DSGVO-Vorbild

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat ein Gesetz für einen besseren Datenschutz von Internetnutzern verabschiedet. Senat und Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates den "California Consumer Privacy Act" verabschiedet.
 
Gouverneur Jerry Brown unterzeichnete das Gesetz. Inspiriert von der seit Ende Mai in der EU geltenden Datenschutz­grundverordnung (DSGVO) soll das Gesetz am 1. Januar 2020 in Kraft treten.
 
Es verpflichtet Unternehmen offenzulegen, welche Kunden- und Nutzerdaten sie speichern. Gleichzeitig sollen Nutzer die Möglichkeit erhalten, die Verwendung ihrer persönlichen Daten zu kommerziellen Zwecken zu verhindern. Unter anderem sollen die Internetfirmen einen Link anbieten, mit dem Nutzer ohne grossen Aufwand den Weiterverkauf ihrer Daten untersagen können.
 
Nach Angaben von Medien und Verbänden ist es das erste Gesetz dieser Art in den USA. Zwangsmassnahmen wie Bussgelder sind nicht vorgesehen. Konsumenten sollen aber die Möglichkeit bekommen, juristisch gegen die Unternehmen vorzugehen. (kjo/sda)