EPFL testet Blockchain-basiertes E-Voting-System

Die EFPL hat ein Blockchain-basiertes E-Voting-System getestet. Das vom hochschuleigenen Decentralized and Distributed Systems Laboratory (DEDIS) entwickelte System habe den Test mit Bravour bestanden, schreibt die Lausanner ETH in einer Mitteilung.
 
Die Daten blieben anonym, das Wahlergebnis sei transparent, leicht verständlich, überprüfbar und garantiert gültig. Mit dem dezentralen Ansatz sei der Beweis für die Rechtmässigkeit von strittigen Wahlen auch ohne Wahlbeobachter zu erbringen, so Olivier Crochat, Leiter des Center for Digital Trust (C4DT), in der Mitteilung. "Ausserdem benötigt die an der EPFL entwickelte Technologie keine grosse Infrastruktur und ist sehr einfach zu implementieren, so dass sie bei einer Vielzahl von Wahlen eingesetzt werden kann", erklärt Crochat.
 
Das E-Voting-System soll eines der ersten Module auf der Digital-Trust Open Platform (DTOP) sein. Die Plattform wurde im Dezember 2017 im Rahmen des C4DT lanciert. Das Vertrauenszentrum soll die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie, Behörden und der Zivilgesellschaft voranbringen.
 
Professor Bryan Ford, Leiter des DEDIS, zeigt sich stolz auf den Beitrag seines Labors: "Wir konnten unsere Kompetenz in der Dezentralisierungstechnik nutzen, um die Attraktivität der elektronischen Stimmabgabe zu erhöhen und den legitimen Bedürfnissen der Wähler und der Behörden gerecht zu werden."
 
Die Hochschule hat auf Github einen Beitrag zur Funktionsweise ihres Systems sowie den Quellcode veröffentlicht. Die Lösung werde für interne Abstimmungen genutzt und man plane derzeit nicht, sie kommerziell zu vertreiben, so Crochat auf Anfrage von inside-it.ch. (ts)