Tintri wahrscheinlich weg vom Fenster

Das einst hoffnungsvolle Flash-Storage-Startup Tintri, das im Laufe seines Bestehens immerhin 250 Millionen Dollar an Risikokapital einsammeln konnte, dürfte das Handtuch geworfen haben oder zumindest kurz davor stehen.
 
Ende letzte Woche war bekannt geworden, dass Tintri in einem Brief an die US-Börsenaufsicht nicht nur die Entlassung von 200 Mitarbeitenden beziehungsweise drei Viertel der Belegschaft angekündigt hatte, sondern auch den bevorstehenden Konkurs. Man habe wohl nicht mehr die nötige Liquidität, um den Betrieb nach dem 30. Juni noch weiterzuführen und auch keine Möglichkeiten mehr, weiteres Gld auszuleihen. Nur eine Übernahme oder ein schneller finanzieller Zustupf eines Investors könne dies noch verhindern.
 
Eine solche Rettungstat scheint aber nicht stattgefunden zu haben.
 
Die Website von Tintri, auf der mit keinem Wort auf die Probleme eingegangen wird, existiert zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels noch. Aufgrund der Zeitverschiebung konnten bis zum Zeitpunkt der Publikation dieses Artikels nicht mehr in Erfahrung bringen, ob in der Zentrale in Mountain View in Kalifornien am heutigen Montag, dem 2. Juli, der Betrieb doch wieder aufgenommen wurde. In der EMEA-Zentrale in London und in der DACH-Niederlassung konnten wir heute Nachmittag niemanden erreichen. (hjm)