Aarau und Baden legen IT zusammen

Zwei Städte – eine IT-Abteilung: Aarau und Baden wollen mit einer gemeinsamen Informatik Geld sparen.
 
Die Städte Aarau und Baden legen ihre Informatik-Abteilungen zusammen. Eine Studie, die die Städte vergangenes Jahr in den Auftrag gegeben haben, zeige Sparpotenzial auf. Die Informatikzusammenarbeit Aarau-Baden (IZAB) soll künftig eine kostengünstigere und optimierte IT ermöglichen, heisst es in einer Mitteilung.
 
Die Zusammenlegung soll per 1. Januar 2019 zum Tragen kommen. Die beiden Städte erhoffen sich mittelfristig Einsparungen von jährlich 275'000 Franken. Dies entspreche einer Reduktion des gemeinsamen IT-Budgets um 4,5 Prozent. Gemäss 'Aargauer Zeitung' betreibt die Stadt Aarau 424 PC-Arbeitsplatzsysteme und Baden 393. Kosteneinsparungen fallen unmittelbar nach Einführung von IZAB an, denn Ersatzinvestitionen könnten künftig gemeinsam getätigt werden. Ausserdem werde die laufende Vereinheitlichung von Fachapplikationen weitere Einsparungen bringen.
 
Wer wird CIO?
Die neue Abteilung sei so aufgegleist, dass sich künftig auch weitere Gemeinden anschliessen könnten, etwa in Form von Leistungsverträgen. Für die Zusammenarbeit werde aber kein neues Unternehmen gegründet. Sie basiere auf einem Gemeindevertrag, der von den Einwohnerräten genehmigt werden muss, wie die 'Aargauer Zeitung' schreibt. Ebenfalls noch bewilligt werden müsse ein einmaliger Kredit für die Kosten des Zusammenschlusses der beiden Abteilungen. Diese belaufen sich auf 264'000 Franken und werden je zur Hälfte auf Aarau und Baden verteilt.
 
Als künftiger IZAB-Standort wurde das ehemalige Gastro-Social-Haus in Aarau festgelegt. Der Bezug der Büroräumlichkeiten mit rund 20 Arbeitsplätzen solle im ersten Quartal 2019 erfolgen. Zu Entlassungen komme es nicht, alle Mitarbeitenden werden weiterbeschäftigt.
 
Wer dem Amt künftig vorsteht, ist noch nicht bekannt. Der bisherige IT-Leiter der Stadt Aarau scheide aber aus. Denn er werde zwar die Zusammenführung der Abteilungen noch begleiten, dann aber in Rente gehen, schreibt die Zeitung weiter. Der neue CIO werde einer Co-Leitung unterstellt, die aus den Finanzchefs der beiden Städte bestehe. Hinzu komme ein Steuerungsgremium, in dem beide Partnerstädte gleichberechtigt vertreten seien. (kjo)