Interpellation will "Tech­no­logie-Be­­wil­ligung" für rare aus­ländische Fachkräfte

Der Waadtländer CVP-Nationalrat Claude Béglé hat zusammen mit sechs weitere Mitgliedern der CVP-Fraktion eine Interpellation eingereicht. Die Unterzeichner der Interpellation glauben, dass eine spezielle "Technologie-Bewilligung" eine Möglichkeit wäre, um es Schweizer Unternehmen zu erleichtern hochspezialisierte Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Raum einzustellen, auch wenn die normalen Kontingente bereits erschöpft sind. Béglé glaubt, dass dies die Chancen für Schweizer Unternehmen, in Bereichen wie Blockchain, künstliche Intelligenz, Pharma, Banken, Versicherungen und Trading "an der Weltspitze mitzuspielen", erhöhen würde.
 
Für eine "Technologie-Bewilligung" müssten laut der Interpellation dieselben Bedingungen erfüllt sein wie bei der derzeitigen Arbeitsbewilligung für Drittstaatsangehörige: Der Inländervorrang würde gelten, es geht um Jobs mit einer hohen Qualifikation und es gäbe ein Verbot von Lohndumping.
 
Darüber hinaus gäbe es nach den Vorstellungen Béglés aber zwei Unterschiede: Die Bewilligung würde auf Bereiche mit hohem Bedarf eingeschränkt zum Beispiel Life Sciences, den digitalen Bereich oder Fintech. Die Bewilligung müsste zudem sporadisch erneuert werden, beispielweise nach drei Jahren. (hjm)