CERN bring RZs näher an Experimente

Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf hat RZ-Module bei Automation für die Erweiterung der Kapazitäten bestellt, wie der Anbieter mitteilt. Damit soll insbesondere die wachsende Menge an gesammelten Daten bewältigt werden, die durch Upgrades des Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC) entsteht.
 
Im Rahmen des LHC-Upgrades, die nächstes Jahr beginnen, würden die verschiedenen Wissenschaftler-Teams ihre Ausrüstung überprüfen, schreibt 'Data Center Dynamics', und zwei von ihnen würden neues RZ-Equipment installieren. Mikro-Rechenzentren sollen nahe an den Orten der Experimente, die im 27 Kilometer langen Ring des LHCs durchgeführt werden, eingerichtet werden.
 
Das CERN habe sich gegen zusätzliche traditionelle Rechenzentren entschieden und beziehe stattdessen zehn Module von Automation. Die Module kommen bei den beiden Experimenten ALICE und LHCb im CERN zum Einsatz. Es handle sich um energieeffiziente, vorgefertigte Module, die innert zwölf Wochen geliefert werden und nahe am Experiment installiert werden können. Laut dem Onlinemagazin 'computable.be' hat der Deal ein Volumen von zehn Millionen Euro.
 
Im LHC werden hochenergetische Teilchen aufeinander zu beschleunigt, um die Auswirkungen ihrer Kollisionen zu untersuchen. Diese Kollisionen zu erkennen und zu analysieren bedeute, eine grosse Menge an Daten aus mikroskopischen Ereignissen zu erfassen. Die RZ-Module müssten "über den Experimenten platziert werden, um die Daten nicht an andere Rechenzentren des CERN zu senden", zitiert 'Data Center Dynamics' Niko Neufeld vom Team des LHCb. "Es ist nicht kosteneffizient, mehr als 40Tbps über drei Kilometer hinweg zu transportieren!"
 
Die ersten beiden CERN-Module werden laut Mitteilung im September ausgeliefert, der Rest folge 2019. Dann gebe es auch den Long Shutdown 2: Von 2019 bis Anfang 2021 werden am LHC Modernisierungsmassnahmen durchgeführt. (kjo)