Cyber-Security: Bundesrat hätte "mutiger" sein können, sagt Asut

Der Bundesrat wird ein nationales Kompetenzzentrum für Cyber-Security aufbauen und einen "Mr. Cyber" ernennen, wie vergangene Woche bekannt wurde. Der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) gehen die vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen zu wenig weit. "Die Richtung stimmt, doch das Vorgehen ist zu zögerlich und die Massnahmen sind ungenügend", schrieb die SATW in einem offenen Brief an den Bundesrat.
 
Auch der Schweizerische Verband der Telekommunikation Asut hat sich zum Grundsatzentscheid des Bundesrats geäussert. Aus Sicht des Verbands hätte der Entscheid mutiger ausfallen können. Er sei aber immerhin ein deutliches Zeichen dafür, dass die Bedeutung von Cyber-Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft ernst genommen werden, schreibt Asut.
 
Im aktuellen Bulletin des Verbands wird daneben darauf hingewiesen, dass ein wirksamer Schutz von Cyberangriffen nur in enger und grenzüberschreitender Zusammenarbeit von staatlichen Einrichtungen und Unternehmen der Privatwirtschaft erfolgen könne. Globale Tech-Konzerne müssten sich beispielsweise verpflichten, staatlich verordnete Cyber-Attacken nicht zu unterstützen. Auch staatliche Akteure müssten Normen einhalten – Stichwort: Digitale Genfer Konvention. (kjo)