Umbau drückt Kudelski in die roten Zahlen

Der Verschlüsselungsspezialist Kudelski sieht sich beim Umbau seines Geschäfts auf gutem Weg. Wegen erheblichen Restrukturierungskosten aber habe das Westschweizer Unternehmen im ersten Halbjahr 2018 sowohl einen operativen Verlust wie einen Reinverlust erzielt, heisst es in einer Mitteilung. An seinem Ausblick auf das Gesamtjahr 2018 halte Kudelski indessen fest. Demnach erwartet die Gruppe einen Betriebsgewinn von 30 bis 45 Millionen US-Dollar vor Restrukturierungskosten.
 
Die Transformation mit der Verschiebung des Umsatzes vom angestammten Digital-TV-Geschäft zu neuen Wachstumsinitiativen komme planmässig voran. Kudelski kündigte Ende letzten Jahres an, die Division Digital neu zu strukturieren und die Tochtergesellschaften Nagra und Conax vollständig in die Einheit zu integrieren. Dies sei nun erfolgt und auch die Kostenreduktion sei realisiert worden, wobei jedoch wesentliche Restrukturierungskosten angefallen seien, so Kudelski.
 
Die Integration von Conax und Nagra habe zu einem stärkeren Portfolio und der Vermeidung von Doppelspurigkeiten geführt. Zudem habe die Gruppe ihre Tätigkeit weiter gestrafft, wobei signifikante Effizienzgewinne vor allem in China, Frankreich, Norwegen, den USA und in der Schweiz erzielt worden seien.
 
Die auf Zutritts-Systeme spezialisierte Tochter Skidata verzeichne weiterhin ein positives Momentum, allerdings mit höherer Saisonalität als in den vergangenen Jahren. Als neue Kunden werden der Flughafen Detroit, die Stadt San Jose und die Universität Arkansas genannt. Neben den Bereichen Cybersecurity und Internet of Things will Kudelski auch in der Lizenzierung von intellektuellem Eigentum weiter vorankommen und meldet ein umfassendes Patentlizenzierungs-Abkommen mit dem US-Sportvermarkter NFL Enterprises. Finanzielle Details hierzu gibt das Unternehmen nicht bekannt. (kjo/sda)