Storage-Spezialist DDN schnappt sich die Reste von Tintri

Der Flash-Storage-Startup Tintri ist am Ende. Der einst mit viel Risikokapital ausgerüstete US-Startup musste gestern Gläubigerschutz beim Konkursgericht im US-Bundesstaat Delaware beantragen. Bereits letzte Woche war klar geworden, dass Tintri als eigenständige Firma wohl keine Zukunft haben wird. Die grosse Mehrheit der Mitarbeitenden war Ende Juni entlassen worden, der CEO hatte das Handtuch geworfen und der Hersteller Foxconn wegen ausstehenden Rechnungen die Produktion eingestellt.
 
Der Antrag auf Gläubigerschutz hat vielleicht seinen Zweck erfüllt. Denn der Storage-Anbieter DDN (Datadirect Networks) machte gestern ein nicht-bindendes Angebot für alle Assets von Tintri. DDN arbeite mit den Tintri-Gründern und den Gläubigern an einem Plan, um Tintri-Kunden auch in Zukunft unterstützen zu können und eine zukunftsfähige Roadmap zu entwickeln, heisst es auf der Webseite von DDN. DDN ist nach eigenen Angaben der grösste Storage-Hersteller in Privatbesitz.
 
Der Deal muss vom zuständigen Konkursgericht genehmigt werden.
 
Tintri ging vor einem Jahr an die Börse. konnte aber viel weniger Cash mobilisieren als erhofft. Der Hersteller verlor Monat für Monat Geld und auch Versuche, die Firma zu verkaufen, scheiterten. (hc)