Tamedia wechselt von SAP auf Workday

Ab dem nächsten Jahr soll die grosse Migration in Angriff genommen werden.
 
In Unternehmen wird zwar oft mal über die Eigenheiten oder Kosten ihrer Business-Software-Systeme gemurrt, einen Wechsel des Softwareanbieters wagt aber nur eine kleine Minderheit. Der Medienkonzern Tamedia plant nun diesen ungewöhnlichen Schritt. Ab dem Januar 2019 sollen die bestehenden Finanz- und HR-Systeme in einer einheitlichen Lösung von Workday vereint werden, schreibt Tamedia.
 
Eine Migration auf eine ganz neue Business-Software ist für ein Grossunternehmen keine triviale Angelegenheit. Das bestätigt auch Tamedia: "Die Umstellung ist anspruchsvoll, da im bisher genutzten SAP-System viele Prozesse und Daten aus verschiedenen Service-Bereichen wie Finanzen, HR, Einkauf oder Controlling zusammenkommen.
 
Wieso nimmt man diesen riesigen Aufwand auf sich? Unzufriedenheit mit dem bisherigen SAP-Systemen äussert Tamedia nicht. Dafür einige der Hoffnungen, die man mit der Einführung von Workday verbindet. Dadurch würden alle verbundenen Daten und Prozesse in einem System zusammengefasst, die Finanz- und HR-Tätigkeiten effizienter gestaltet sowie nutzerfreundliche Prozesse etabliert. Ausserdem werde man mit Workday kontinuierlich von Innovationen aus der Cloud profitieren können.
 
"Die Mitarbeitenden von Tamedia können dank Workday einfacher zusammenarbeiten und die Linienverantwortlichen werden durch neue Analysemöglichkeiten besser unterstützt", glaubt Sandro Macciacchini, Leiter Finanzen & Personal.
 
Und Samuel Hügli, Leiter Technologie & Beteiligungen, fügt an: "Workday unterstützt unsere IT-Strategie mit seiner skalierbaren Cloud-Technologie ideal und macht uns durch ein einheitliches Datenmodell flexibler und dynamischer." (Hans Jörg Maron)