Amazon will sich von Oracle befreien

Amazon werde sich bis Anfang 2020 vollständig von Oracle lösen. Wie 'CNBC' berichtet, ist Amazon ein langjähriger Grosskunde von Oracle, doch solle sich dies bald ändern.
 
Die Entwicklung von Amazon zu einem bedeutenden Cloud-Anbieter hat viele der langjährigen Lieferanten, darunter auch Oracle, zu Konkurrenten des Unternehmens gemacht. AWS hat 2014 mit Aurora einen Datenbank-Service eingeführt. Zu den Kunden gehören laut Website unter anderem GE, Expedia und Verizon.
 
'The Information' berichtete bereits im Januar darüber, dass Amazon versuche, die Abhängigkeit von Oracle zu verringern. Laut dem aktuellen 'CNBC'-Bericht hat Amazon vor vier oder fünf Jahren mit der Migration weg von Oracle begonnen. Für einige Teile des Kerngeschäfts verlasse sich Amazon aber aktuell noch auf Oracle. Die vollständige Migration solle in etwa 14 bis 20 Monaten abgeschlossen sein. Amazon begründe den Schritt damit, dass die Oracle-Technologie nicht weit genug skaliere, um den Leistungsanforderungen des E-Commerce-Giganten zu genügen, heisst es in dem Bericht unter Hinweis auf Insider.
 
Amazon wollte zu den Berichten keine Stellung nehmen. Oracle schreibt auf Anfrage des US-Magazins: "Wir glauben nicht, dass Amazon Web Services über die Datenbanktechnologie verfügt, die den Möglichkeiten der Oracle-Datenbank nahe kommt." Amazon würde Hunderte von Millionen Dollar für Oracle-Technologie ausgeben, darunter 60 Millionen Dollar vor rund einem Jahr, fügt Oracle an. (kjo)