Symantec kündigt Stellenabbau an

Symantec plant eine Reihe von Massnahmen, um die Kosten zu reduzieren. Dazu gehört auch ein Stellenabbau. Es sollen acht Prozent der Arbeitsplätze gestrichen werden, wie der Anbieter von Antiviren-Software im Rahmen der Präsentation des Quartalsergebnisses mitteilt. Laut 'Bloomberg' hatte das US-Unternehmen im Dezember etwas weniger als 12'000 Angestellte weltweit. Das bedeutet, bis zu 1000 Mitarbeitende könnten von dem Sparprogramm betroffen sein.
 
"Wir sind immer noch nicht sehr zufrieden mit den Margen im Unternehmenssegment", sagte CEO Greg Clark während einer Telefonkonferenz, von der 'CRN' berichtet. Mit dem Stellenabbau wolle man jährlich 115 Millionen Dollar einsparen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Massnahmen das Ergebnis 2019 teilweise begünstigen und sich bis zum Geschäftsjahr 2020 voll auswirken werden, so CFO Nick Noviello gegenüber den zum Gespräch angetretenen Analysten. Die Kosten für die Reorganisation belaufen sich voraussichtlich auf 50 Millionen Dollar.
 
Im abgelaufenen Quartal wies Symantec einen Umsatz von 1,16 Milliarden Dollar aus. Dies entspricht einem Rückgang von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz im Enterprise-Security-Bereich ging gar um 13,9 Prozent auf 556 Millionen Dollar zurück. Gleichzeitig stiegen jedoch die Einnahmen im Consumer-Bereich um 13,4 Prozent auf 600 Millionen Dollar. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 63 Millionen Dollar nach einem Minus von 113 Millionen Dollar im Vorjahr.
 
Im Mai wurde eine interne Untersuchung bei Symantec bekannt. Viel gab der Security-Anbieter damals nicht bekannt, ausser, dass es nicht um Sicherheitslücken, Probleme mit Software oder Nutzerdaten gehe. Man habe sich freiwillig an die US-Börsenaufsicht gewandt und untersuche, ob die Buchhaltung allen Standards genüge. Dazu gibt Symantec auch jetzt keine weiteren Informationen preis. Die Untersuchung laufe noch. Darüber hinaus könne man die Angelegenheit nicht kommentieren. (kjo)