Stadt Rom beginnt mit der Migration auf Open Source für Beamte

Die Stadt Rom hat damit begonnen, proprietäre Lösungen durch LibreOffice zu ersetzen, schreibt das Open Source Observatory (Osor).
 
Es geht um total 14'000 Workstations von städtischen Angestellten, die auf die Open-Source-Office-Suite migriert werden. Dabei handle es sich um Angestellte, die diesen Wechsel auch befürworten, denn dieser sei freiwillig.
 
Die Migration ist Teil eines Entscheides der Stadtregierung vom Oktober 2016, inskünftig verstärkt auf Open-Source-Lösungen zu setzen.
 
Die wesentlichen Ziele der neuen Strategie seien, Vendor-Lockins "loszuwerden" und besser IT-Anbieter wechseln zu können. Dabei sollen neben LibreOffice auch andere Software-Lösungen durch Open-Source ersetzt werden. Zudem gehört es in Rom seither zu IT-Beschaffungen, dass Anbieter der Stadt helfen müssen, von proprietären zu offenen Lösungen zu wechseln.
 
Zudem glaubt das Römer Ratsmitglied Flavia Marzano, Initiantin des Entscheids, "Open-Source-Software kann garantieren, dass die Behörden ihre ICT-Entscheidungen vollständig kontrollieren können. Darüber hinaus ist es eine ausgezeichnete Methode, Wissen und Fachwissen zu verbreiten." Zudem gäbe es in der Stadt Rom aktuell nur sechs IT-Lieferanten für die gesamte Stadt-Informatik und sie wolle "die Oligarchie in dieser Industrie beenden", so Marzano. Bis 2020 sollen alle Verträge der Stadt mit Vendors erneuert sein. (mag)