Facebook dementiert den aktiven Zugriff auf Bankdaten von Usern

"Facebook möchte Ihre Finanzdaten. Der Social-Media-Riese hat grosse US-Banken darum gebeten, finanzielle Informationen über ihre Kunden mitzuteilen, einschliesslich Kartentransaktionen und Kontenzahlen". Der Grund dafür sei, dass Facebook neue Finanz-Services via Messenger anbieten wolle.
 
Dies meldete das 'Wall Street Journal' gestern.
 
In dieser Form sei dies nicht richtig, wehrt sich Facebook heute. Man habe die Banken nicht aktiv nach Finanzdaten gefragt. Der Konzern sagte laut 'BBC', einige Nutzer hätten im Facebook-Messenger selbständig und aktiv ein Opt-In gemacht, dass den Zugang zu ihren Finanzinformationen erlaube.
 
Insbesondere hätten User den Facebook-Messenger mit PayPal verknüpft, um Transaktionen und Lieferstatus zu tracken. "Wie viele Online-Unternehmen arbeiten wir mit Banken und Kreditkartenunternehmen zusammen", sagte Facebook. "Die Idee dahinter ist, dass Messaging mit einer Bank besser sein kann, als am Telefon zu warten - und dies ist nur mit einem kompletten Opt-In möglich."
 
Die Finanzdaten der Messenger-User seien nicht für Werbung verwendet worden.
 
Facebook steht seit dem Cambridge-Analytica-Skandal permanent unter Beschuss darüber, wer wem warum und wie Zugriff zu welchen User-Daten gibt, die Facebook akribisch gesammelt hat. Seither laufen in USA und in der EU Regulierungsdiskussionen und der Konzern verlor massiv an Börsenwert. (mag)