Pentagon schreibt Monster-Cloud-Deal aus, Oracle klagt

Oracle hat gegen die Ausschreibung eines riesigen Cloud-Auftrags durch das US-Verteidigungsdepartement (DoD) Beschwerde eingereicht. Das Pentagon hat im Juli einen gigantischen Cloud-Deal ausgeschrieben, der bereits im Vorfeld viel zu reden gegeben hat. Man glaubt, der Auftrag könne ein Volumen von bis zu zehn Milliarden Dollar über 10 Jahre haben.
 
Das Ministerium hat nämlich die Absicht, den Cloud-Auftrag an nur einen Anbieter zu vergeben. Dies widerspreche der heute üblichen Multicloud-Strategie. Eine Ein-Vendor-Strategie würde die Innovation behindern und das DoD in ein Abhängigkeitsverhältnis manövrieren, argumentiert Oracle in der Beschwerde.
 
Das Pentagon seinerseits argumentiert, ein einzelner Cloud-Anbieter könne die Komplexität der Projekte besser beherrschen. Schliesslich betreibt das US-Verteidigungsministerium heute unter anderem viele fragmentierte Speicher-Systeme, die meisten davon on premise.
 
In der Pole Position für den Deal ist Amazon mit AWS. Denn nur AWS ist von der US-Regierung für die Speicherung von geheimen und sehr geheimen Daten in der Cloud zertifiziert, schreibt die Nachrichtenagentur 'Reuters'. (hc)