Admins unglücklich mit Windows-Patches

Wen wunderts?
 
Admins sind unglücklich über den Umgang von Microsoft mit Patches für Windows und Windows Server. Diese sind aus Sicherheitsgründen enorm wichtig, verursachen aber (zu) grossen Aufwand. Vor allem wenn Patches selbst wieder Bugs enthalten oder Sicherheitslücken öffnen, die sie doch beseitigen sollten. Dies zeigt eine keineswegs repräsentative Umfrage unter Usern der US-Webseite Patchmanagement.org auf. An der Umfrage namen etwas über 1000 IT-Administratoren, typischerweise die "Opfer" von Patches, teil.
 
Susan Bradley, selbst Administratorin einer Windows-Umgebung und Moderatorin von Patchmanagement.org, hat die Ergebnisse der Umfrage in einem Offenen Brief an das Microsoft-Management zusammengefasst.
 
31 Prozent der teilnehmenden Admins bezeichnen sich als "very much not satisfied", 37 Prozent als "not satisfied" und nur gerade 2,3 % Prozent (!) als "very satisfied" mit den Software-Flicken für Windows und die Windows-Server-Familie.
 
Bradley kritisiert die Test-Prozesse von Microsoft: "It is clear that current testing processes are not good enough." Noch schlechter für Microsoft fallen die Antworten auf die Frage aus, ob die Feature-Releases, also Software-Updates mit neuen Funktionen, den Bedürfnissen entsprächer. Fast 70 Prozent (!) meinen, die Updates seien "not usefull at all" oder "rarely usefull." Sie fordert, dass Microsoft klarer darüber informiere, wann ein Update erfolge. Microsoft hat sich unterdessen noch einmal genauer zu den Patch-Rythmen geäussert.
 
Die Überraschungen bei Updates – wer kennt sie nicht? – haben dazu geführt, dass viele die Updates nicht mehr automatisch installieren lassen. Und sie kritisiert, dass die Einstellungen für den Windows-Update-Mechanismus oft mit anderen Gruppen-Einstellungen in einer Windows-Umgebung in Konflikt geraten. (hc)