Zürcher DevOps-Startup VSHN gewinnt Riesendeals

Startups haben manchmal seltsame Namen. VSHN nennt sich ein 2014 von Aarno Aukia (CTO) und Patrick Mathers (CEO) gegründeter Zürcher Cloud-Spezialist. Die Firma, deren Name wie "Vision" auszusprechen ist, ist darauf spezialisiert, Software cloudfähig zu machen und sie dann in einer beliebigen Cloud zu betreiben. Eingesetzt werden Werkzeuge wie Docker, Kubernetes oder Puppet. Kunden sind bekannte Player wie Abacus oder AdCubum.
 
VSHN beschäftigt heute rund 25 Mitarbeitende, so Aukia gestern in einem Telefongespräch. Monatlich kommt einer dazu. Die Rekrutierung von zusätzlichen DevOps-Spezialisten soll sich noch beschleunigen, sagt Aukia, denn VSHN hat zwei grosse Fische an Land gezogen.
 
Zum einen haben die Zürcher einen 16-Millionen-Auftrag für den Bau der "Linked Data Platform" des Bundesarchivs gewonnen. Noch eindrücklicher, wenn auch nicht ganz so gross, ist ein Auftrag, den sich VSHN in Australien (!) ergattert hat. Und zwar geht es um den Bau und Betrieb des CMS der australischen Behörden (GovCMS Services Panel), das auf Drupal aufbaut. Den öffentlich ausgeschriebenen Auftrag hat die kleine australische Firma Salsa Digital ergattert. Diese arbeitet für das Hosting mit Amazee.io zusammen, die wiederum VSHN an Bord geholt hat.
 
"Der Auftrag aus Australien ist ein gutes Beispiel dafür, dass Cloud und Open Source es möglich machen, dass ein kleiner Schweizer Anbieter weltweit Services anbieten kann," sagt Aukia. (hc)