Der unersättliche Energiehunger der Bitcoin-Miner

So stellt Soluna das künftige Windkraftwerk in der Westsahara dar. Illustration: www.soluna.io.
Ein US-Startup will in der Westsahara eine riesige Windmühlen-Farm für die Produktion von Strom für Bitcoin-Miner aufbauen. Noch existieren die Pläne der Firma Soluna nur auf einer schön illustrierten Webseite. Im Endausbau sollen die Windmühlen 900 MW Strom produzieren. Sie werden in 75 so genannten Pods angeordnet. Jedem Pod wird eine Speicher- und Server-Einheit zugeordnet, die je sechs MW Strom konsumieren können. Das Windkraftwerk soll in Dakhla, in der von Marokko besetzten und beanspruchten Westsahara gebaut werden.
 
Das Speichern und Bearbeiten der Blockchain, auf der die Bitcoin-Transaktionen verteilt gespeichert werden, konsumiert immer mehr Energie. So schätzt die Webseite 'Digiconomist' den jährlichen Leistungsverbrauch der Bitcoin-Welt aktuell auf über 72 Terawattstunden (TWh). Zum Vergleich: Die Schweiz produzierte gemäss Bundesamt für Energie 2017 netto etwas über 58 TWh).
 
Soluna argumentiert, immer mehr Behörden gingen gegen die enorm energiehungrigen Bitcoin-"Miner" vor. Und will sich deshalb, gepolstert von viel Risikokapital, in einem militärisch besetzten und umstrittenen Gebiet niederlassen. (hc)