Via Blockchain den Handel per Schiff automatisieren

Bereits Anfang Jahr haben IBM und die Reederei Maersk in Sachen Blockchain-Technologie eine Zusammenarbeit angekündigt. Als Resultat ist nun die Logistikplattform TradeLens an den Start gegangen und wird in den nächsten zwölf Monaten getestet. Eingebunden sind in die Betaversion inzwischen 94 international agierende Handelsunternehmen. Zu ihnen gehört auch der Schweizer Logistiker Ceva, der soeben dazu gestossen ist, wie es in einer Mitteilung heisst.
 
Es sind inzwischen diverse Blockchain-Lösung für die Logistik auch in der Schiffahrt initiiert worden. Versprochen wird diesmal, via TradeLens unter anderem Kooperationen bei der Nutzung von Versanddaten zu ermöglichen. In Echtzeit lassen sich etwa Frachtpapiere und ihre Entstehung zurückverfolgen.
 
Laut IBM ist das Ziel hier, die Warenabwicklung zu vereinfachen und beschleunigen. Mit TradeLens sollen sich aber auch IoT-Szenarien umsetzen lassen. So fliessen beispielsweise Sensordaten in die Blockchain ein, mit denen sich die Temperatur und das Gewicht von Containern einfach kontrollieren lässt.
 
Da auf der Basis von Blockchain Manipulationen erschwert werden, hofft man, den Schmuggel besser als bisher untzerbinden zu können.
 
Generell sollen sich die beiden Initiatoren, mit TradeLens die Dokumentation von Schiffs- und Ladedaten papierlos und schneller zu machen. Da bisher etwa 20 Prozent der Gesamtkosten des Welthandels der Verwaltung inklusive Dokumentation geschuldet sei, würden sich erhebliche Kosteneinsparungen ergeben. (vri)