Die Berner Kantonspolizei schafft neue Polycom-Handfunkgeräte an

In neun Losen hat die Berner Kantonspolizei die Beschaffung von 2'500 Polycom-Endgeräten plus Lizenzen, Zubehör und Dienstleistungen in einem offenen Verfahren ausgeschrieben.
Bei den Funkgeräten handelt es sich mit den TPH-900-Handgeräte um die jüngste Generation aus dem Hause Airbus. Diese werden in der Schweiz exklusiv von der Ruag vertrieben, wie uns diverse Branchenkenner bestätigt haben. Auch bei den Lizenzen für die Kanalumschaltung dürfte einzige die Schweizer Rüstungsschmiede als Lieferquelle in Frage kommen.
 
Wettbewerb dürfte hingegen beim Zubehör möglich sein, da im Bereich Ersatzakkus, Tischladegräte, Tischadaptern und Handmonofone diverse Anbieter im Markt unterwegs sind. Nicht anders dürfte es für die ebenfalls ausgeschrieben Services aussehen, die Löt- und mechanische Arbeiten im Stundenansatz umfassen sowie Services in der Elektrowerkstatt der Berner Kapo.
 
Um die Aufträge bewerben kann man sich bis zum 12. Oktober. Der Ersatz der Endgeräte und Teile des Zubehörs soll dann in den kommenden zwei Jahren erfolgen.
 
Die in Sachen Polycom herrschende Monopolsituation hatte in Bern zuletzt im Mai noch für Diskussion gesorgt. Die Sicherheitskommission (SiK) des grossen Rats des Kantons Bern hatte zwar den Kredit für den Betrieb und den Unterhalt des Sicherheitsfunknetzes in den Jahren 2019 bis 2023 genehmigt. Aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man sich "an den hohen Kosten für Polycom und an der Monopolstellung der Lieferfirma" störe. (vri)