Obwalden stolpert über Officeatwork

Im Rahmen der Ablösung von Microsoft Office 2007 durch Office 2016 plante der Kanton Obwalden die Software Officeatwork für Vorlagen in der gesamten kantonalen Verwaltung einzuführen. Schon aktuell nutzen die Mitarbeitenden Vorlagen, die auf dem Corporate Design basierten, doch seien diese dezentral gespeichert und müssten häufig manuell ausgefüllt werden, wie Landschreiberin Nicole Frunz Wallimann gegenüber der 'Luzerner Zeitung' erklärt.
 
Ziel sei es gewesen, die Einführung von Officeatwork im Jahr 2017 abzuschliessen. Doch habe die Staatskanzlei dieses Ziel nicht erreicht. "Aufgrund von technischen Problemen bei der Netzlaufwerkverbindung hat die Staatskanzlei die Einführung von Officeatwork bis zu deren Behebung sistiert", heisst es im Geschäftsbericht des Regierungsrats 2017 des Kantons Obwalden (PDF).
 
"Bei Testläufen im letzten Herbst wurde eine Verschlechterung in der Leistung festgestellt", führt Frunz Wallimann gegenüber der 'Luzerner Zeitung' aus. Dieses Problem sei mittlerweile zwar behoben, das Projekt bleibe aber bis auf weiteres sistiert, denn es müsse ein Teil der Verwaltungsmitarbeitenden geschult werden. Dafür wolle man zunächst die Personalresscourcen analysieren, da die "Finanzstrategie 2027+" Priorität habe.
 
Dem Bericht der Tageszeitung zufolge wurden 2016 gut 65'000 Franken für die Einführung von Officeatwork budgetiert. Ob durch die Verzögerungen Zusatzkosten entstehen, sei ebenso unklar wie die Frage, mit welcher Priorität das sistierte Projekt nach der Analyse behandelt werde. (kjo)