Will Trump Google Search regulieren?

Google zeige mehrheitlich negative und kritische Resultate, wenn man "Trump News" in die Suchmaschine eingebe, konservative Stimmen und Nachrichten würden von Google unterdrückt, beschwerte sich der US-Präsident heute auf Twitter. Kurz darauf meldete Larry Kudlow laut 'Axios', der Wirtschaftsberater von Präsident Trump, dass die Trump-Administration "einen Blick darauf werfen" werde, ob Google und seine Suchmaschine von der Regierung reguliert werden sollten.
 
"Sie kontrollieren, was wir sehen können und was nicht. Dies ist eine sehr ernste Situation – wir werden uns darum kümmern!", doppelte der Präsident auf Twitter nach. Dies ist nicht das erste Mal, dass der US-Präsident Social-Media-Plattformen beschuldigt, seine respektive die Stimmen der Konservativen zu zensieren.
 
Google schreibt in einem Statement, dass die Software nicht politisch voreingenommen sei. "Wenn Benutzer Anfragen in die Google-Suchleiste eingeben, ist es unser Ziel, sicherzustellen, dass sie innerhalb von Sekunden die relevantesten Antworten erhalten. Die Suche wird nicht verwendet, um eine politische Agenda festzulegen, und wir verzerren unsere Ergebnisse nicht in Richtung einer politischen Ideologie", zitiert die 'Washington Post' den US-Konzern.
 
Nächste Woche gibt es eine Anhörung von Vertretern von Google, Facebook und Twitter im US-Senat. Dabei soll es um Versuche Russlands gehen, Wahlen in den USA über soziale Medien zu beeinflussen. 'Axios' schreibt, der US-Präsident wolle mit seinen Tweets den Fokus der Anhörung stattdessen darauf lenken, dass er ein Opfer sozialer Medien sei.
 
US-Sicherheitsbehörden sehen es als erwiesen an, dass Russland versucht hat, die Präsidentenwahl 2016 zu beeinflussen, und dass diese Bemühungen andauern. Trump war im vergangenen Monat unter Druck geraten, als er in dieser Frage einen Zickzackkurs verfolgte, statt sich klar hinter seine Behörden zu stellen. (kjo/sda)