Öffentliche Beschaffung wird (in Zukunft) professionalisiert

Die Universität Bern bietet seit 2015 eine Weiterbildung auf CAS-Ebene (Certificate of Advanced Studies) in öffentlicher Beschaffung an. In einigen Jahren wird es zusätzlich auch einen eidgenössischen Fachausweis (Höhere Fachprüfung) "Spezialist in öffentlicher Beschaffung" geben.
 
Bis es soweit ist, wird allerdings noch einiges Wasser die sommerlichen Schwimmer die Aare hinab tragen. Die Geburt eines neuen Fachausweises ist offensichtlich eine langwierige Sache. 2014 (!) hat man den Verein mit dem wundervollen Namen IAöB (Interessengemeinschaft eidg. Abschlüsse öffentliche Beschaffung) gegründet. Seither ging es "Schlag auf Schlag", so Projektleiterin Corinne Egli ganz ohne Selbstironie in einem Vortrag an der Berner Beschaffungskonferenz.
 
Seither wurden Berufsbild und Handlungskompetenzen erarbeitet, die Prüfungsordnung und Wegleitung sollen noch folgen. Nächstes Jahr wird es ein Roundtable mit möglichen Anbietern der Ausbildung geben.
 
Die Ausbildung wird sieben Module mit etwa 140 Lektionen umfassen. Sie soll dann 2020 starten und erste Prüfungen für den eidgenössischen Fachausweis wird es 2021 geben. Oder wie Egli sagte: "Wir sind ziemlich zielstrebig auf der Geraden." (hc)
 
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