Neues Top-Kader-Mitglied beim IT-Dienstleister der Armee

Guy Parmelin hat den Bundesrat über einen Wechsel an der Spitze der Führungsunterstützungsbasis (FUB) der Armee informiert. Der Chef des VBS teilte mit, dass der Ex-Swisscom- und langjährigen BIT-Kadermann (Bundesamt für Informatik und Telekommunikation) Carlo Dietiker stellvertretender FUB-Chef wird. Dietiker tritt auf Anfang September die Nachfolge von Daniel Zuber an, der die FUB Ende August verlassen wird, wie das VBS mitteilt.
 
Der 56-jährige sei in seiner Milizfunktion als Oberstleutnant im Fachstab Telecom der Führungsunterstützungsbasis der Armee (FUB) eingeteilt. Dietiker habe nach einer Berufsausbildung ein Fachhochschulstudium als Maschinenbau Ingenieur abgeschlossen und sich dann zum Betriebs- und Wirtschaftsingenieur weitergebildet. Er halte zudem ein Executive MBA, heisst es weiter.

Dietiker hat unter anderem für die Swiss und Sulzer gearbeitet, wie seinem LinkedIn-Profil zu entnehmen ist. In der Branche ist er bekannt, weil er in verschiedenen Managementpositionen fast 15 Jahre für die Swisscom im Einsatz stand. 2010 war er als Vize-Direktor zum BIT gewechselt, das er letztes Jahr verlassen hat. Seit Anfang 2018 arbeitete er für die Gartenbaufirma Köhli, wie die Pressestelle des VBS bestätigt.
 
Das macht die FUB
Die Aufgaben des FUB hat Anfang Jahr sein Vorgänger Zuber in der 'Allgemeinen Schweizerische Militärzeitschrift' so beschrieben: Die FUB "erbringt zusammen mit ihren Milizverbänden Leistungen für die Armee im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und mit der Berufsorganisation auch für die anderen Bereiche im VBS. Zudem ist die FUB das Kompetenzzentrum für SAP-Anwendungen im VBS. Weiter verantwortet die FUB die elektronischen Operationen, das heisst Abwehr von Angriffen aus dem Cyber-Raum, die elektronische Kriegführung und die Kryptologie. Die FUB ist mit ihren Kommunikationsmitteln und elektronischen Operationen dafür besorgt, dass die Schweizer Armee in allen Lagen einsatzfähig ist: im Normalfall, in Krisen, Katastrophen und Konflikten. Dafür betreibt die FUB ein autonomes Kommunikationsnetz, das den sicheren Austausch von Daten jeder Art ermöglicht. Die Verarbeitung der Daten erfolgt in speziell gesicherten, redundanten Rechenzentren." (vri)