Bern sucht einen Chef­digi­talisierer

Das Berner Amt für Informatik und Organisation (KAIO) sucht einen neuen Leiter Digitalisierung. Dieser soll auch in der Geschäftsleitung des Amtes Einsitz nehmen, wie aus einem Stelleninserat hervorgeht.
 
Wie Thomas M. Fischer, Leiter Stab Amtsleitung des KAIO, auf Anfrage von inside-it.ch erklärt, handelt es sich um die Stelle als Leiter der Abteilung "Applikationen". In dieser Funktion werde der neue Manager rund 30-ICT-Fachleute aus den Bereichen E-Government, Web-Systeme und Applikationsmanagement leiten. Zudem werde er die Verwaltung des Softwareangebots mit den für die ganze Verwaltung wichtigen Konzernapplikationen verantworten, wie Fischer erklärt.
 
Zentrale Aufgabe werde es aber sein, die Digitalisierung der Kantonsverwaltung voranzutreiben. Dazu gehört die Umsetzung von behörden- und gebietsübergreifenden Digitalisierungsprojekten, wie etwa die aktuell laufenden Vorhaben zur Einführung eines elektronischen Baubewilligungsverfahrens oder einer elektronischen Umzugsmeldung.
 
Ausserdem wird das neue Mitglied der Geschäftsleitung den weiteren Aufbau der technischen und organisatorischen Digitalisierungs-Infrastruktur der Verwaltung leiten. Fischer nennt konkret die Einführung einer E-ID- sowie einer E-Payment-Lösung, zudem ein Produkt zur rechtsverbindlichen elektronischen Übermittlung von Eingaben und behördlichen Entscheiden.
 
Eine wichtige Anforderung für die Stelle sie es, eine breite Erfahrung in der ICT-Welt mitzubringen, besonders im Bereich der Digitalisierung anspruchsvoller Geschäftsprozesse. Zudem gehöre zu den Kernkompetenzen der künftigen Führungsperson eine gute Vernetzung und der Wille diese auszubauen.
 
Die Stelle wurde bislang von Marco Wenger bekleidet, wie aus dem Organigramm des KAIO hervorgeht. Dieser leitete die Abteilung laut seinem LinkedIn-Profil seit März 2015. Der Betriebswirtschafter wird das Amt per Ende 2018 verlassen, zu den Gründen äusserte sich Fischer nicht. (ts)