Kanton Luzern will (fast) papierlos werden

Eine Vorreiterrolle will der Kanton Luzern einnehmen: Man sei der erste Deutschschweizer Kanton, dessen Parlament bald keine Papierunterlagen mehr erhält. Bereits in der kommenden Session im Herbst 2018 sollen die Unterlagen ausschliesslich elektronisch verteilt werden.
 
Mit Beginn der neuen Legislaturperiode im Sommer 2019 werde der Kantonsrat seinen Geschäftsverkehr über ein integrales, webbasiertes, mobiles Sitzungsmanagement abwickeln, teilt Luzern mit. Zusammen mit dem bestehenden elektronischen Ratsinformationssystem RIS können der Kantonsrat und seine Organe sämtliche parlamentarischen Geschäfte digital verwalten und bearbeiten.
 
Ausgenommen seien auch künftig umfangreiche Finanzgeschäfte, wie der Aufgaben- und Finanzplan (AFP), die weiterhin ausgedruckt werden.
 
Die Digitalisierung des Geschäftsverkehrs des Kantonsrates ist Teil des Projekts Organisationsentwicklung 2017 (OE17) und knüpft in der Staatskanzlei an bereits umgesetzte oder laufende Projekte zur Digitalisierung der Geschäftsverwaltung an.
 
Im letzten Jahr erhielt jedes Mitglied des Kantonsrates 25 Mal Post von der Staatskanzlei. Diese Versände umfassten insgesamt rund 6000 Kilogramm Papier, welche künftig eingespart werden können, rechnet der Kanton Luzern vor. Mit der Einstellung des Versands per Post spare der Kanton nachhaltig rund 50'000 Franken pro Jahr an Material-, Versand- und Personalkosten. (kjo)