Evernote in Troubles?

"Todesspirale" schreibt die US-Nerd-Onlinezeitung 'TechCrunch' und alle schreiben es ab. In der Todesspirale könnte sich die beliebte Notizen-App Evernote befinden.
 
Gleich vier Top-Manager, nämlich der CTO, der CFO, der Chief Product Officer und auch noch die HR-Chefin, haben Evernote vor kurzem verlassen, weiss 'TechCrunch'. Evernote hat die Abgänge bestätigt.
 
Bis heute wurde die App, mit der man Notizen jeglicher Art auf verschiedenen Geräten managen kann, 225 Millionen mal heruntergeladen (Quelle: Evernote). Die Firma hat gemäss 'TechCrunch' bis dato 300 Millionen Dollar an Risikokapital eingesammelt und wurde früher mit über einer Miliarde Dollar bewertet. Evernote ist oder war also ein "Unicorn".
 
Doch nun gehen nicht nur die Manager, sondern Evernote möchte gemäss 'TechCrunch' auch an frisches Geld herankommen. Denn die Zahl der zahlenden User ist angeblich in den letzten sechs Jahren nicht gestiegen. Dies obwohl man vor zwei Jahren die Funktionen der Gratis-Version massiv eingeschränkt hat. Evernote muss also dringend etwas unternehmen, um wieder attraktiver zu werden und eben nicht in eine "Todesspirale" zu geraten.
 
Gerüchte um die sehr beliebte App gibt es schon länger. "Evernote, the first dead unicorn", titelte 'Business Insider' vor ziemlich genau drei Jahren. Drei Jahre sind eine lange Lebenszeit, selbst für Einhörnern. (hc)