ICO-Schlappe für Startup des ehemaligen Digital-Chefs der CS

Marco Abele war bis 2016 CDO bei der Credit Suisse und gründete letztes Jahr das Blockchain-Startup Tend. Die "Lifestyle Investment Platform", wie Abele sein Projekt nennt, sollte mittels Initial Coin Offerin (ICO) rund 30 Millionen Franken einnehmen. Dies erhofften sich zumindest die Initianten und zählten dafür auf den Hype um Blockchain und ICOs.
 
Offenbar ist der Plan nicht aufgegangen. Die bisherigen Einnahmen von Investoren sei mager ausgefallen, berichtet heute 'Finews'. Laut dem Finanzmedium, das sich auf zwei unabhängige Quellen und ein ICO-Rating-Portal stützt, sind bislang erst rund vier Millionen Franken zusammengekommen.
 
Ein Mediensprecher von Tend erklärte gegenüber 'Finews', dass die Mittel für die angestrebten Entwicklungen reichen würden. Zugleich verschickte das Startup aber eine Notiz an Investoren, dass eine Kapitalerhöhung geplant sei.
 
In der Mitteilung ist laut dem Onlineportal zu lesen, dass Tend bisher 200 Mitglieder gewonnen hat.
 
Mit Tend sollen vermögende Personen in Anlagen mitinvestieren können, an denen ihr Herz hängt und nicht nur Gewinn-Erwartungen. Man kann über die Plattform etwa Mitbesitzer von Luxusgütern wie Sportwagen oder Kunstwerken werden und soll sowohl an der Wertsteigerung partizipieren sowie das Gut auch tatsächlich nutzen können. (ts)